Benchmarking als dem „Lernen von den Besten“

Viele Unternehmen stehen in Verdrängungsmärkten mit neuen Produkten, effektiven Absatzkanalstrategien oder effizienten Prozessen ihrer Wettbewerber in scharfer Konkurrenz. Doch wie soll die Unternehmensleitung in dieser Situation an „zündende Ideen“ kommen, die gefühlten oder tatsächlichen Nachteil bzw. Rückstand aufzuholen. Im Rahmen der Unternehmensplanung am besten auf Basis eines mindestens einmal jährlich stattfindenden Strategie-Workshops werden Wettbewerber, aber auch andere Märkte auf strategische Informationen abgeklopft, um ebenfalls neuere Produkte, effizientere Prozesse und effektivere Absatzkanalstrategien zu entwickeln. Dabei steht das Benchmarking als Vergleich mit einer "Messlatte", also den "Best Practices" als die bestmöglichen Geschäftspraktiken, die vorzufinden sind. Typischerweise werden Geschäftsprozesse miteinander verglichen.

 

Wenn Sie z. B. ein Benchmarking zur Kostenreduktion im Einkauf durchführen, so sollten Sie „Analyseobjekte“ (Benchmarks) auswählen, die nachweisbar eine spürbare Kostenreduktion in diesem Bereich erzielt haben. Wichtig ist, daß Benchmarking eben nicht nur die internen oder branchenbekannten Produkte, Prozesse oder Strategie zum Analysegegenstand hat, weil eben gerade außerhalb des „Schmorren im eigenen Saft“ interessante Erkenntnisse zur Fortentwicklung des eigenen Unternehmens liegen können.

 

Folgende Benchmarking-Typen lassen sich unterscheiden:

  • Internes Benchmarking: Diese Variante findet innerhalb Ihres eigenen Unternehmens statt - z. B. ein Vergleich von Werken oder Abteilungen. Allerdings sind die Lerneffekte nicht immer überzeugend. Dafür sind notwendigen Daten leicht erhältlich und Kennzahlenvergleiche problemlos.
  • Branchenübergreifendes Benchmarking: Hier findet ein Vergleich mit Unternehmen statt, die weder der eigenen Branche noch dem Konzern angehören. Das Lernpotenzial ist häufig enorm, weil der "Blick über den Tellerrand" neue Ideen liefert. Bekannt geworden sind z. B. Prozessvergleiche zwischen Fast-Food-Anbietern und Formel-1-Teams. Solche Vergleiche funktionieren aber nur dann, wenn die Gegenstände des Benchmarkings ähnliche Eigenschaften aufweisen.
  • Konkurrenz-Benchmarking: Hier stammen die Vergleichspartner aus der gleichen Branche. Da jeder Teilnehmer sicher sein muss, dass er nicht übervorteilt wird, bildet sich in der Praxis meist eine neutrale Stelle als Moderator heraus - z. B. ein Branchenverband, Universitäten oder Berater. Der Lerneffekt im Vergleich zum branchenübergreifenden Benchmarking ist oft deutlich geringer.

 

Methodisches Vorgehen bei allen Benchmarking-Typen:

 

Die Vorgehensweisen sind je nach Benchmarking-Typ unterschiedlich. Ein Grundmuster des Projektablaufes hat sich aber gleichwohl herausgebildet.

(1) In einem häufig eintägigen Start-Workshop wird der Schwerpunkt des Projekts definiert. Die entsprechenden Themen und Fragen werden abgeleitet und priorisiert, die Kriterien zur Auswahl von Partnern festgelegt.

(2) In der Suchphase werden mögliche Benchmarking-Partner identifiziert und angesprochen. Für ein branchenübergreifendes Benchmarking sollte die Kandidatenliste ausreichend lang sein (bis zu 100). Anschließend wird ein Fragebogen, der auf den in Schritt l festgelegten Kriterien basiert, an die ausgewählten Unternehmen verschickt und die Rückläufe werden aufbereitet.

(3) Auf der Grundlage der Fragebögen werden häufig bis zu zehn Benchmarking-Partner ausgewählt und kontaktiert.

(4) Das Projektteam besucht die ausgewählten Partner und analysiert Prozesse und Methoden vor Ort. Die Besuchsberichte müssen die Best Practices detailliert darstellen und erste Hinweise auf eine Übertragbarkeit beinhalten.

(5) Im Abschluss-Workshop werden die Ergebnisse präsentiert, schnell umsetzbare Lösungen identifiziert und maximal vier Projekte zur Realisierung in der Organisation festgelegt.

 

Gerne begleite ich Sie im Rahmen der strategischen Geschäftsplanung, um Ihr Unternehmen z.B. mit Hilfe des Benchmarking weiterzuentwickeln. Nehmen Sie für ein kostenfreies Erstgespräch bitte Kontakt mit mir auf.

 

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